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Johann Ernst Seidel „Vater“ der Glückstädter Anlagen

Glückstadt (es). Am Fuß der Wilhelmshöhe, gegenüber vom Bahnhofsgebäude, erinnert noch ein kleiner, etwas verwitterter Gedenkstein an ihn, den von 1812 bis 1832 regierenden Stadtpräsidenten. Als sich seine Augen für immer schlossen, blickte er zufrieden auf ein erfülltes Leben zurück, und der 1765 Geborene „schenkte“ der Bevölkerung den Stadtpark, die grüne Lunge der Elbestadt. Eine Straße trägt seinen Namen: Johann Ernst Seidel.


Schleifung der Festung Glückstadt. Seidel wandte sich an König Friedrich VI. und erbat das Gelände des ehemaligen Festungsumfeldes. Ziel seiner Bemühungen war die Anlage eines Bürgerparks mit großen, majestätisch aussehenden Bäumen und ein Schutzschild für das „Herz der Stadt“ gegen den Ostwind.


Seidel engagierte sich zu einer Art Architekt der Anlage. Viele junge Bäume kamen aus dem Bestand des Königs, der Gefallen an der Idee gefunden hatte. Zunächst reichte die Bepflanzung vom Burggraben bis zum Kremper Tor (heute Itzehoer Straße).


Weiter ging es im Laufe der Jahre in Richtung Festungsgraben. Hier kam der Harburger Gartenbauarchitekt Adolf Hoff (1870–1958) zum Zuge. Nachdem Seidel am 6. Juni 1832 verstorben war, wurde noch im Sterbejahr das Denkmal aufgestellt. Inschrift: „Die dankbaren Einwohner Glückstadts.“


Während der Kriegsjahre und in den Nachkriegsjahren wurden ein Teil der Anlagen als Kleingartengelände freigegeben, um die Versorgung der Bevölkerung zu verbessern. In den Sommermonaten wurden die Anlagen als Schattenspender gerne genutzt für Spaziergänge und zum Verweilen. „Stärkungen“ waren möglich am Kiosk von Beims, gegenüber vom Bahnübergang Große Kremper Straße. Auf den beiden Teichen wurde in den Wintermonaten gerne Schlittschuh gelaufen.


Die frühere Archivarin der Stadt Glückstadt, Ruth Möller, berichtete mal, dass der Baumgürtel nicht so weit reichte. Festungsgelände wurde verpachtet und die daraus erzielten Einnahmen für Pflanzen, Bänke oder für die Entlohnung der Gärtner verwendet.


Unter dem Einsatz von Adolf Hoff wurde in der dritten Ausbauphase der einst als Kleingartenfläche genutzte Bereich dem Park zugeschlagen, Alleen und eine Wiese geschaffen.

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