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Fünf magere Punkte haben nicht für Sieg gereicht!

Glückstadt (es). Auch bei einer Niederlage kann man sich freuen – jedenfalls vor fast sechs Jahrzehnten, 1966, als es im August zu einem Auftritt von zwei Mannschaften aus Glückstadt und dem französischen Bagnères-de-Bigore in einem internationalen Städteturnier „Spiel ohne Grenzen“ kam, das vom ersten deutschen Fernsehen als Liveshow übertragen wurde.


„Nun drückt mal die Daumen“, meinte Spielleiter Camillo Felgen, mal beliebter Moderator bei dem Hörfunksender Radio Luxemburg. Vor Beginn der Übertragung war sich der gerade vier Jahre im Amt tätige Bürgermeister Dr. Manfred Bruhn sicher: „Das schaffen wir“.


Auch Bürgervorsteher und Maschinenbaumeister Karl Marsian rechnete fest mit einem ersten Platz für seine Mitbürger, und der damalige Lokalredakteur im Verlag J. J. Augustin, Horst Tschapke, ein gebürtiger Berliner, gab sich siegessicher: „Weeste, det loft“.


Für die Spiele waren unter anderem im Einsatz Alfred Baufeld, Detlef Blohm, Horst Eygstein, Klaus Lange, Uwe Menssen, Benno Wethje und Horst Wirsing, die vom Bürgermeister nach Süd-Frankreich begleitet wurden.


Auf dem Marktplatz kämpften mit viel Wassereinsatz rund um den Kandelaber Ulrich Glienke, Wilfried Neubüser, Friedrich Seitzinger, Horst Schmeelke, Emil Sukowski und Maren Voigt um Punkte.


Es sollte nicht sein: Die Glückstädter holten nur fünf, die Franzosen stattliche 13 Punkte und damit den Sieg. Horst Tschapke in der Technik des Verlages: „Det is nich so jelofen, wie ick mir dat jedacht hab’“.


Für Glückstadt war die Fernsehübertragung eine willkommene Werbung, und Requisiten aus der Sendung wurden als Erinnerungsstücke erworben und tauchten dann bald in Glückstadt und in Umlandgemeinden nach und nach wieder auf. Traurig waren weder Teilnehmer noch Zuschauer, mancher meinte: „Is jo blots een Speel“ …

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