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„Alte Oper“ war nicht das „älteste Musiktheater“…

Glückstadt (es). Die „Alte Oper“ in der großen Deichstraße ist für die Elbstädter im Laufe der Jahrzehnte zu einem vertrauten Begriff geworden.


Aber: Der Name „Alte Oper“ ist durch ein historisches Versehen zustandegekommen. Das stellte der frühere Sonderschulrektor und ehemalige Museumsleiter Hans-Reimers Möller in dem Buch „Glückstadt. Ein Führer durch das Stadtdenkmal und seine Geschichte“ (J.J. Augustin Verlag) fest.


In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen wurden einmal Plakate aus dem 18. Jahrhundert gefunden, die für Opernaufführungen in der vom dänischen König Christian IV. 1617 angelegten Elbestadt werben. Die Druckerzeugnisse wurden mit dem erst im 19. Jahrhundert eingerichteten Komödienhaus in Verbindung gebracht.


Es wurde darauf (falsch) kombiniert: Es muss sich um das „älteste Musiktheater des Nordens“ gehandelt haben, das man entdeckt hatte.


Die Illusion hielt aber einer historischen Überprüfung nicht stand. Hans-Reimer Möller († 4. März 2015): „Nun hält der Name ‚Zur alten Oper‘ die Erinnerung an einen historischen Traum wach – das ist liebenswert.“


Das Haus, mal Sitz führender Bürgerfamilien, ist in verdienstvoller Weise von späteren Eigentümern erhalten worden; Bowlingbahn und eine gepflegte Gastronomie entstanden.

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