Nichts mit einem Elbzoll
Juli 2026
Glückstadt (es). Im Jahre 1667 fiel in einem Erbgang Oldenburg-Delmenhorst an dänischeKönige. König Christian V. war bemüht, schnell die neue Stellung an der Weser über eine Landverbindung mit dem dänischen Reich zu verbinden.
In dem Frieden von Nymwegen bekamDänemark die Insel Krautsand – auf der anderen Elbseite von Glückstadt – verpfändet.
Das wäre eine Chance gewesen, die zu Zeiten von König Christian IV. den Elbstrom zu sperren. Glückstadt hätte sowohl die Stellung der Stadt und ihren Wert steigern können.
In Schweden hatte man damals die Gefahr richtig eingeschätzt und 1692 Kriegsschulden ganz schnell abgelöst. 1715 gab es einen Allianzvertrag mit England-Hannover und Preußen und Dänemark hatte zwar ,,Bauchschmerzen“ dabei aber verzichtete auf die Ansprüche an den Stiften Bremen und Verden.
1773 gab es dann die norddeutschen Pläne die einen Abschluß des Tauschvertrages mit den Gottorfern zum Ziel hatten. Die Folge: die Grafschaften Oldenburg und Delmenhorst wurden für Rechte in Schleswig-Holstein abgetreten.
Vor 340 Jahren gab es innere Unruhen in Hamburg. Die Stadt war geschwächt. Christian V. gelang es aber nicht in die Stadt einzudringen. Auch der Hafen war nicht einzunehmen. An der Haltung der Großmächte scheiterten Unternehmungen wie eine Blockade der Stadt Hamburg und 1768 wird die Stadt schließlich förmlich als freie unabhängige Reichsstadt vom König anerkannt.
Dänemark trat den Rückzug auf der Elbe an und mit der Schleifung der Festung Glückstadt im Jahre 1814 gab es auch militärisch einen vorläufigen Abschluß. Ein Verlust für die Elbestadt.
